SpVgg Nürnberg - TSV Lauf

Spielpaarung

SpVgg NürnbergTSV Lauf
2 : 4 (1 : 1)

Spielbericht

Im ersten Spiel des Jahres 2013 ging es für die 1.Mannschaft gegen den bisher völlig unbekannten SpVgg Nürnberg. Dabei überraschte Trainer Teufel mit einigen taktischen Umstellungen.

Bei den Experimenten musste Coach Teufel auf die beiden Innenverteidiger T.Volkmann und Meisinger verzichten, weshalb M.Gruber von der rechten Aussenverteidiger-Position nach innen gezogen wurde. Seinen Platz nahm Schlösser ein. Auf der anderen defensiven Außenbahn war die Personaldecke ähnlich angespannt. Nach dem Abgang von Holzmann in der Winterpause zum TSV Rückersdorf und dem Ausfall von Mühlbauer, der verletzungsbedingt wohl noch einige Wochen ausfallen wird, sollte F.Gruber den Laden dicht halten. Im Mittelfeld die erste größere Veränderung: Anstatt im gewohnten 4-2-3-1 stellte sich der TSV, ähnlich dem FC Barcelona, in einem 4-3-3 auf. Die hinterste Dreierkette bildeten Galgan, Knell und Müller, wobei Knell über die zentrale Impulse im Spielaufbau geben sollte. Davor sorgten Franik, Kofinas und Burkhardt, die sich in ständiger Bewegung befanden, für Wirbel und Verwirrung bei den Gegnern.

Vermutlich aufgrund der taktischen Umstellungen und der witterungsbedingt geringen Anzahl an Trainingseinheiten mit dem Ball kam der Gast schwer ins Spiel. Die SpVgg besaß mehr Spielanteile wusste jedoch selbst kaum etwas mit dem Spielgerät anzufangen. Nur selten, meist wenn der starke Spieler mit der Nummer 17 am Ball war, wurde es gefährlich. Nach eben solch einer Aktion des eben erwähnten Spielers zeigte sich die junge Laufer Truppe unsortiert und so stand es nach einer Ablage an den Sechzehner und dem darauffolgenden Schuss nach nur 18 gespielten Minuten bereits 1:0 für den Gastgeber. Doch mit zunehmender Spielzeit wurde das Spiel der Laufer strukturierter und so ergaben sich einige Chancen, die jedoch weitestgehend uninspiriert zu Ende gespielt wurden.

So musste ein Eckball für den, zu dieser Zeit verdienten, Ausgleich herhalten. Burkhardt bringt den Ball flach an den Rückraum, wo Knell das Spielgerät zunächst nicht unter Kontrolle bringt, im folgenden Zweikampf jedoch Sieger bleibt und dann überlegt ins lange Eck schlenzt. Bis zur Halbzeit sollten auf beiden Seiten noch die ein oder andere Möglichkeiten folgen, die Größten hatten jedoch die Gäste aus Lauf. Zunächst Kofinas, der nach einem langen Ball von Knell nur noch den Torhüter vor sich hat, dann jedoch vom Schiedsrichter fälschlicherweise zurückgepfiffen wird. Kurz darauf Raum, als er sich nach einem Ballverlust der Nürnberger im Spielaufbau allein auf den Torhüter zulaufend fälschlicherweise für den Querpass auf den mitgelaufenen Burkhardt entscheidet und ein zurückgeeilter Nürnberger gerade noch entscheidend klären kann. So ging es mit einem 1:1 in die Halbzeitpause, die sich beide Mannschaften nach klirrender Kälte und eisigen Winden absolut verdient hatten.

Nach Seitenwechsel übernahm der TSV weiter die Kontrolle und kam zu zahlreichen Chancen. Vor allem die Ordnung im komplett neuen System war zu diesem Zeitpunkt sehr gut. Die kompakte Defensive kam immer wieder zu wichtigen Ballgewinnen und schaltete mit der vordersten Dreierreihe schnell in die Angriffsbemühungen um. So dauerte es nur bis zur 53. Minuten ehe Raum, nach eigener Balleroberung, von Burkhardt bedient wurde und den TSV zum ersten Mal in Front brachte. Im Anschluss hätte Müller seine starke Leistung mit einem Tor krönen können. Freistehend vor dem Tor vergab er jedoch deutlich. Besser machte es einigen Minuten später Kofinas, der nach einem schönen Zusammenspiel mit Müller, Burkhardt und Franik auf 3:1 erhöhte.

Zu diesem Zeitpunkt schien das Spiel entschieden, nur noch wenig Gegenwehr kam vom Gastgeber. Doch nach einer sehr starken Einzelleistung des stärksten Spielers der Nürnberger - der Nummer 17 - stand es plötzlich nur noch 3:2 und die bis dato starke Mannschaftsleistung begann zu wackeln. Die junge Mannschaft wurde nervös und verlor die kompakte Ordnung, die sie bis zu diesem Zeitpunkt ausgezeichnet hatte. Knappe zehn Minuten vor Schluss der Ausgleich, der vom Schiedsrichter jedoch zurückgepfiffen wurde - vermutlich eine Fehlentscheidung. So blieb es beim 3:2 für den TSV Lauf, der sieben Minuten vor Schluss das Spiel entscheiden konnte. Knell gewinnt im zentralen Mittelfeld den Ball und hat nur noch einen Gegenspieler vor sich, den er aufgrund des Tempovorsprungs ohne große Probleme überlaufen kann und gegen den heraus eilenden Torhüter vom Sechszehner zum 4:2 Endstand verwandeln kann.

Eine gute kämpferische Leistung und die, ohne Extra-Training, bereits gute Umsetzung des neuen Spielsystems lässt für die weitere Vorbereitung noch auf den ein oder anderen Sieg hoffen, welche das nötige Selbstvertrauen für die Verbesserung der Tabellensituation im Ligabetrieb liefern werden. Hervorzuheben bleibt die Leistung von Müller, der als defensiver Sechser vor allem in zweiten Spielablauf zahlreiche Flankenläufe unternahm, damit viele Impulse nach vorne geben konnte und gleichzeitig zu jederzeit da war, wenn es brannte. Im nächsten Testspiel geht es nach Rückersdorf, wo man auf den erst in der Winterpause gewechselten Holzmann treffen wird. Anpfiff der Partie ist am Sonntag, den 17.Februar um 14:30 Uhr.

von Christian Knell

Infobox

Freundschaftsspiel - 5.Spieltag
Vollmannschaft - männlich
Datum: 10.02.2013 um 15:00 Uhr
Ort: Sportgelände SpVgg Nürnberg

Zuschauer

50

Schiedsrichter

nicht bekannt

Torschützen

nicht bekannt
1:0 (18.)
Christian Knell
1:1 (33.)
V: Andreas Burkhardt
Alexander Raum
1:2 (53.)
V: Andreas Burkhardt
Paskalis Kofinas
1:3 (62.)
V: Dennis Franik
nicht bekannt
2:3 (72.)
Christian Knell
2:4 (82.)

Spiele zwischen diesen Mannschaften

10.02.201315:00Freundschaftsspiel5. SpieltagSpVgg Nürnberg - TSV Lauf2 : 4Spielbericht