SV Osternohe - TSV Lauf

Spielpaarung

SV OsternoheTSV Lauf
3 : 3 (1 : 1)

Spielbericht

Hitziges Gefecht in der Talaue: Laufer TSV „nur“ mit einem „Immerhin-3:3“

Die Teufel-Elf war nach Osternohe gereist, um die zuletzt ertragsarmen Vorstellungen, speziell zurückblickend auf die Heimniederlage gegen Pottenstein, vergessen zu machen. In bewährter 4-1-4-1-Manier brachen, wie bereits so häufig in dieser Hinrunde, Chefcoach Herbert Teufel drei Stammkräfte aus der Anfangself. Da neben Cöne, auch Schmitt und Gradert absagen mussten, kam Thomas Meisinger, der aufgrund einer langfristigen Knieverletzung ursprünglich noch bis zur Winterpause hätte aussetzen dürfen, zu einem unverhofften Startelf-Debüt in der Innenverteidigung neben Christian Knell. Auf den Außenverteidiger-Postionen waren Hörburger und Michael Gruber aktiv. Davor spielte – absichernd und ausschließlich Defensivarbeit leistend – Daniel Volkmann. Davor liefen in der Viererkette der erfahrene Felsner, Kapitän Burkhardt, Antreiber Kynatidis und Offensivkraft Schlösser auf, die darauf getrimmt waren, die einzige Spitze, Alexander Raum, mit Bällen zu versorgen.

Die Laufer erwischten einen prima Start, denn nach noch nicht einmal acht Minuten passte bereits der erste sauber vorgetragene Angriff der Gäste: Ein schönes Burkhardt-Zuspiel aus der Tiefe des Raums nutzte Angreifer Alexander Raum zur frühen Führung. In der Folgezeit ruhten sich die TSV-Kicker jedoch gar allzu zufrieden auf ihrem Führungstor aus, so dass Osternohe mehr und mehr Zugriffe verzeichnen konnte. Vor allem vor Tormann Beyer wurde es immer gefährlicher. Nach einem Lattenball und zwei weiteren verheißungsvollen Angriffen der Heimmannschaft stellten diese in Minute 21 die Uhren wieder auf null. Nach einer schönen Vier-Stationen-Kombination war das Abwehrkonstrukt der Rot-Weißen schnell ausgehebelt und das 1:1 markiert. Und dies ging auch so vollkommen in Ordnung, da der TSV Lauf nach Vorne nicht mehr viel anzubieten hatte, während der SVO das Zepter übernommen hatte.

Doch auch die Teufel-Elf konnte sich wieder fangen, da die Grundeinstellung in der Mannschaft durchaus positiv war. Dank klarer Befehle und offener Kommunikation, die von Innenverteidiger Meisinger und Kapitän Burkhardt, aber speziell auch von der Seitenlinie ausgelebt wurde, besann sich das Gästeteam wieder auf sein spielerisches Grundkonzept. Zwischen der 30. und 45. Minute gab es hierbei durchaus noch einige Aufreger zu notieren, an denen Schiedsrichter Hans Dittl nicht unbeteiligt war. Trotz teils zu kleinlicher Regelauslegung ließ der Unparteiische in einigen klar zu beurteilenden Aktionen die Nachvollziehbarkeit außer Acht. So etwa in Minute 34, als Raum auf Höhe Strafraumkante zu Fall gebracht wurde, oder auch acht Minuten später, als ein Foulspiel an Burkhardt, der freie Bahn aufs Tor gehabt hätte, nur mit der gelben Karte bedacht wurde. Schon in Hälfte eins wäre also mehr drin gewesen für das Tor-Konto der Roten Teufel, die zum Wiederbeginn auf Sturmspitze Raum verletzungsbedingt verzichten mussten. Für ihn rutschte Wagner in die Elf, der sich auf der Schlösser-Position auf rechts einfand. Letzterer wiederum bekleidete ab da den Stürmer-Posten. Die Laufer hatten schließlich speziell ab Minute 55 mehr vom Spiel, vor allem weil Osternohe ab diesem Zeitpunkt nur mehr zehn Mann auf dem Feld hatte.

Der Zug zum Tor war in den zweiten 45 Minuten wieder klarer zu erkennen, auch wenn ab und an noch die Mittel hierzu fehlten. In Unterzahl schaffte es aber stattdessen der SVO umgehend zum Torerfolg zu kommen. Nach organisatorischen Schwächen bei der Zuteilung der Gegenspieler kam Osternohes Kapitän zwei Minuten nach dem Platzverweis zu frei vor dem Tor zum Abschluss, um die Führung zu vollstrecken. Dass das Aufgeben aber keinesfalls Sache der Laufer ist, machte sich auch gestern wieder bemerkbar. Denn es dauerte nur neun Minuten, da war die Teufel-Elf wieder im Spiel. Nach einer Hereingabe von Wagner stocherte ein Verteidiger den Ball ins eigene Tor zum erneuten Remis.

Bis zum Schlusspfiff ging es nun hektisch und ereignisreich zur Sache. Des Öfteren stand erneut Schiri Dittl im Mittelpunkt, der hüben wie drüben nicht immer richtig lag und damit nur zusätzlich Unruhe in das Spiel brachte. Beide Seiten drängten nach gut 70 Minuten fest entschlossen auf den Sieg (Osternohe brachte nach dem 2:2 noch einmal zwei frische Leute aufs Feld) und offenbarten dabei durchaus nicht immer eine sichere und geschlossene Hintermannschaft. Die besseren Tormöglichkeiten standen dabei den Laufer Gästen zu, die in den Minuten 73 und 77 sehr gute Schusschancen von Schlösser und Burkhardt ungenutzt ließen.

Die kalte Dusche erfolgte dann nach 83 Minuten, als man selbst kurz davor war selbst in Führung zu gehen. Nach regelrechtem Tohuwabohu im eigenen Strafraum kam ein SVO-Stürmer in höchst abseitsverdächtiger Position an den Ball, um zum 3:2 einzuschieben. Aufgebracht von der vermeintlichen Fehlentscheidung des Schiedsrichters sah Abwehrspieler Meisinger in ein und derselben Szene doppelt gelb, so dass es im Zehn-gegen-Zehn in die letzten Minuten ging. Auch Tormann Beyer sah in dieser Szene den gelben Karton. Da die Osternoher im Defensivbereich aber auch Schwächen offenbarten, versuchte sich TSV weiter am Torerfolg, was letztlich noch belohnt wurde.

Konzessionsentscheidung oder korrekte Regelauslegung ist nicht mehr feststellbar: Im Nachhinein geht der Elfmeterpfiff in Minute 87, verbunden mit einem weiteren Platzverweis an den SVO, in Ordnung. Volkmann war vorausgehend im Strafraum nach einem Luftzweikampf zu Boden gegangen. Andreas Burkhardt verwandelte abschließend für dieses Spiel gekonnt ins linke untere Eck und rettete damit den Laufern immerhin einen Zähler, der zeitweise außer Reichweite geraten war, dann aber wieder auch als zu wenig erschien. Die 130 Zuschauer sahen so immerhin ein packendes Spiel zweier Teams, die ihr Potential nicht in vollen Zügen darboten. An der Gemengelage innerhalb der Liga hat sich aufgrund vieler Remis nicht viel getan. Der TSV hat weiterhin Platz sechs inne und es nicht geschafft den SV Osternohe (Vierter, ein Punkt Vorsprung) zu überholen. Das Spitzentrio ist damit vorerst komplett außer Reichweite gerückt. Zehn Punkte trennen die Laufer vom Drittplatzierten FC Betzenstein.

von Julian Wagner (Pegnitz Zeitung)

Infobox

Kreisklasse 4 - 15.Spieltag
Vollmannschaft - männlich
Datum: 13.11.2011 um 14:30 Uhr
Ort: Sportgelände SV Osternohe

Zuschauer

130

Schiedsrichter

Hans Dittl
FC Schwand

Torschützen

Alexander Raum
0:1 (8.)
nicht bekannt
1:1 (21.)
nicht bekannt
2:1 (57.)
nicht bekannt
2:2 (66.) - Eigentor
nicht bekannt
3:2 (83.)
Andreas Burkhardt
3:3 (87.) - Elfmeter

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