SpVgg Neunkirchen - TSV Lauf

Spielpaarung

SpVgg NeunkirchenTSV Lauf
2 : 0 (1 : 0)

Spielbericht

Teufel-Elf lässt spielerische Reife vermissen und verliert verdient beim Spitzenreiter

Schon vor Spielbeginn war den Laufern klar, dass selbst eine Niederlage nicht zu einem Abrutschen in der Tabelle würde führen können – dank des Fünf-Punkte-Vorsprungs auf den ASV Pegnitz II. Gerade unter diesen Bedingungen durfte man durchaus erwarte, dass der TSV daher befreit zu Werke gehen könnte. Schließlich hatte man zudem seit sieben Spielen, seit dem 01. September explizit, nicht mehr verloren und in dieser Zeit gar viermal zu null gespielt.

Doch vom Anstoß weg wurde die Rollenverteilung auf dem Platz eindeutig. Der Tabellenführer drückte sofort in Richtung des Gehäuses von Torwart Beyer und gab sich große Mühe dabei, dass Spiel schnell an sich zu reißen. So entwickelte sich im ersten Spielabschnitt auch eine recht einseitige Begegnung, in welcher der TSV Lauf hauptsächlich mit dem Verteidigen beschäftigt war. Da Trainer Herbert Teufel erneut einige Spieler nicht zur Verfügung standen - so fehlte etwa Innenverteidiger Gradert berufsbedingt und auch die Mittelfeldspieler Schlösser, Schmitt und Fabian Gruber mussten passen - kam es, wie schon so oft in dieser Saison, zu kurzfristigen Umbaumaßnahmen.

Doch aufgrund der Flexibilität und der taktischen Schulungen, welche alle Vollmannschaftsspieler im Training verfolgen, wurde auch diesmal die Personalfrage nicht zum Verhängnis. So rückte Michael Gruber auf die Innenverteidiger-Position und Wagner auf den Posten des rechten Verteidigers. Vor Markus Hörburger auf der Gegenseite spielte Leniger von Anfang an. Volkmann markierte die bewährte „Abräumer“-Position zwischen den zwei Viererketten und hatte hierbei auch alle Hände voll zu tun, da die Neunkirchener Offensive sehr variabel spielte und häufige Positionswechsel betrieb. Dennoch blieben echte Hochkaräter lange Zeit aus, da sich die Laufer gut behaupten konnten und ein gutes Stellungsspiel vorbrachten. Die Viererkette hielt bisweilen gut stand, während allerdings in Richtung des Tores der Platzherren nicht allzu viel glückte.

Die einzige Spitze, Alexander Raum, die geschwächt in dieses Spiel ging, wurde zu selten effektiv in Szene gesetzt. Einige Abschlüsse aus der Distanz hatte die Teufel-Elf zu verzeichnen. Dabei machten sich Volkmann, Cöne und Burkhardt einen Namen – insgesamt war dies jedoch zu wenig, um Gästekeeper Mayer ernsthaft zu gefährden. Hauptsächlich waren es also Befreiungsangriffe, die die Gäste vortrugen; für alles andere waren die Neunkirchener zuständig. Bis auf wenige Aktionen war der Defensivverbund der Laufer auch nicht zu überwinden. Nach rund 20 Minuten bahnten sich die Platzherren aber dann doch einen Weg: Nach cleverem, grenzwertigem Einsatz von Nässer gab dieser einen Flankenball in den Strafraum, wo ein Mitspieler goldrichtig stand und mit der Verwertung keine Probleme hatte.

Dies gab den Hausherren zusätzlich Auftrieb, während sich die TSV-Kicker davon aber nicht irritieren ließen. Die beste Möglichkeit des Tabellenfünften wurde vom umsichtigen Leiter Thomas Drexler abgepfiffen, da Alexander Raum, der sich in guter Schussposition befand, im Abseits befand. So ging in jedem Fall ging das Pausen-1:0 in Ordnung, da die Heimelf freilich mehr vom Spiel hatte. Im zweiten Spielabschnitt konnten sich die Laufer zwar mit zunehmender Spieldauer immer besser freischwimmen, doch schafften sie es nicht den Angriff mit klaren, erfolgsbringenden Bällen zu füttern.

Nach dem Wiederbeginn drängte die SpVgg auf das zweite Tor, so dass sich am Grundkonzept des Spiels nichts änderte. Der TSV Lauf hoffte weiter auf einen der wenigen Konterangriffe, doch durch die Herausnahme des angeschlagenen Raum, der von Monaco ersetzt wurde, fiel das Mittel der weiten Bälle in die Spitze als Angriffswaffe zunächst einmal weg. Zudem dauerte es nicht allzu lange, ehe die Heimmannschaft den Zwei-Tore-Vorsprung geschafft hatte. Nach einem Eckball in der 54. Spielminute war ein Abwehrspieler viel zu frei im Laufer Strafraum zum Kopfball gekommen und hatte keine Mühe mit dem zweiten Treffer gehabt.

Daraufhin zogen sich die Neunkirchener in die eigene Spielhälfte zurück und überließen von nun an das Feld den Gästen. Doch die SpVgg NSR stand kompakt und vernachlässigte auch die Zweikampfarbeit nicht, so dass sich die Laufer schwer dabei taten durch die gegnerischen Reihen zu kombinieren. Zwar lief der Ball jetzt deutlich besser, doch lag dies größtenteils daran, dass die Heimmannschaft nun tief stand und die Roten Teufel machen ließ. Einige gute Ansätze waren dabei, sowohl über den zur Pause eingewechselten Felsner, der auf dem rechten Flügel spielte, als auch über Monaco, der Raum im Sturmzentrum abgelöst hatte.

Nach einer unsportlichen Aktion des Neunkirchener Stürmers Baum wurde dieser zu Recht von Schiri Drexler mit Gelb-Rot vom Platz gestellt, weshalb auch beim TSV Lauf noch einmal neues Feuer entfachte wurde. Doch die spielerische Sicherheit, die in der Vorwoche gegen den FC Schnaittach für den Sieg verantwortlich war, fehlte. Dabei stand die Defensive der Spielvereinigung nicht unbezwingbar sicher und doch klappten nur noch wenige Offensivvorstöße. Einen Angriff, bei dem man auf jedem Fall ein Tor hätte erwarten müssen, gab es nicht in Hälfte zwei für den TSV. Als dann auch noch Volkmann mit der Ampelkarte frühzeitig gehen musste, war das personelle Gleichgewicht wiederhergestellt.

Als Randnotiz kann noch das Erstmannschaftsdebüt von Marco Holzmann aufgeführt werden, der nach kurzer Spielzeit jedoch wieder für Cöne ausgetauscht wurde. Letztlich hatten die Gastgeber auch nach dem 2:0 noch die besseren Chancen. So zum Beispiel als Tormann Beyer Mitte des zweiten Abschnitts einen Freistoß aus der Ferne gut parierte, oder auch als Zinar und Wedel gute Einzelaktionen vorbringen konnten, weil die Viererkette der Laufer zu weit aufgerückt war. Das System hatte sich nach dem Volkmann-Platzverweis auf 4-4-2 geändert, was dazu führte, dass Monaco von Burkhardt mehr Unterstützung bekam. Letztlich schafften die TSV-Kicker aber nicht mehr den Anschlusstreffer, auch weil eine letzte gute Kopfball-Aktion von Gruber, der nach einem Freistoß von der linken Seite im Strafraum an den Ball kam, in die Arme des Torwarts segelte. Gegen den Tabellenführer konnte die schwere Prüfung eines Punktgewinns somit nicht bestanden werden, sodass der Fokus auf die nächsten beiden Heimspielen gegen Pottenstein und Michelfeld gerichtet ist, für welche dann auch zwei Siege eingeplant sind.

von Julian Wagner

Infobox

Kreisklasse 4 - 12.Spieltag
Vollmannschaft - männlich
Datum: 23.10.2011 um 15:00 Uhr
Ort: Sportgelände SpVgg Neunkirchen/Speikern

Zuschauer

80

Torschützen

nicht bekannt
1:0 (23.)
nicht bekannt
2:0 (54.)

Spiele zwischen diesen Mannschaften

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